Quelle: U. Stanzl

Otterstadts Kirchengemeinden

Katholische Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt

Quelle: U. Stanzl
Quelle: V. Kirsch
Die katholische Kirche liegt an der Ostseite des Königsplatzes, der seit 1875 der Dorfmittelpunkt Otterstadts ist

Die katholische Pfarrei mit der Maria Himmelfahrts-Kirche ist zusammen mit den Pfarreien aus Waldsee, Neuhofen, Limburgerhof und Altrip seit 2016 Teil der Pfarrei Christophorus.
https://www.st-christophorus.eu/pfarreien/otterstadt/
https://https://otterstadtmariahimmelfahrt.de/

Ansprechpartner:
Frank Aschenberger, Dekan, leitender Pfarrer
Ralf Feix, Pfarrer, Kooperator
Adresse: Grabengasse 42, 67165 Waldsee
Telefon: 06236 429080
E-Mail: frank.aschenberger@bistum-speyer.de
ralf.feix@bistum-speyer.de

Kontaktstelle Otterstadt
Huttenstraße 1 a, 67116 Otterstadt
Telefon: 06232 32200
E-Mail: pfarramt.waldsee@bistum-speyer.de
Sprechzeiten: montags von 8.30-10:00 Uhr (Pfarrer Geiger)

Quelle: Civitates Orbis Terrarum, 1572 (Wikimedia Commons)
Die Zeichnung aus dem Jahre 1572 zeigt das St. Guidostift auf dem Weidenberg in Speyer

Kurzer Einblick in die katholische Otterstadter Kirchengeschichte:
Nach der Römerzeit wurde der kirchliche Machtbereich eines Bischofs im Laufe der Zeit immer größer. Nicht nur sein Bistum, sondern auch zahlreiche angrenzende Gebiete unterstanden seiner Herrschaft. Neben der kirchlichen Macht erhielt der Bischof jedoch auch Rechte als weltlicher Landesherr über diese Gebiete, die man später als Fürstbistum bezeichnete. Im Jahre 974 übertrug Kaiser Otto II. die Gerichtsbarkeit über das Bistum Speyer, in dem auch das heutige Otterstadt lag, an den dortigen Bischof. Auch die Landeshoheit ging an das Fürstbischöfliche Hochstift Speyer über.

1090, kurz vor seinem Tod, schenkte Bischof Rüdiger Hutzmann seinen Besitz dem St. Guidostift in Speyer, in dessen Besitz es bis 1797 blieb. Die landesherrlichen Rechte blieben jedoch beim Speyerer Hochstift.

Quelle: Badisches Archiv, 1615
Diese wohl älteste Abbildung Otterstadts zeigt den alten Dorfteil um den Lindenplatz und dem „Kirchlein am See“

Erst 1745 trat der Bischof von Speyer diese ebenfalls an das Guidostift ab. Durch die lange Zugehörigkeit zum katholischen St. Guidostift bzw. zum Fürstbischöflichen Hochstift war die Bevölkerung bis Mitte des 19. Jahrhunderts überwiegend katholisch. Die erste Dorfkirche wird in alten Dokumenten als „Kirchlein am See“ bezeichnet. Sie lag an einem größeren Fischweiher im Norden des Ortes, auf der heutigen Ecke „Am Zimmerplatz“ und „Hundsgass“. Gegenüber der Kirche soll sich der Friedhof befunden haben. Durch die zahlreichen Kriege, durch Hochwasser und Wettereinflüsse, verfiel das Gebäude jedoch und wurde schließlich 1828 abgerissen.

Am 27.06.1747 wurde der Grundstein für eine größere Pfarrkirche im spätbarocken Stil gelegt, das heutige Remigiushaus. Trotz der schwierigen Zeiten infolge des 30jährigen Krieges wurde dir Kirche nach drei Jahren fertig gestellt und eingeweiht. Doch bereits 100 Jahre später wurde auch diese Kirche für die Otterstadter
 Gottesdienstbesucher zu klein, vor allem an Hochfesten fanden nicht mehr alle Gottesdienstbesucher Platz. Daraufhin errichtete man von 1889 bis 1891 die Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ am Königsplatz.

Protestantische Pfarrgemeinde

Quelle: U. Stanzl
Quelle: U. Stanzl
Das evangelische Gemeindezentrum mit der benachbarten Kita „Arche Noah“

Die Protestantische Kirchengemeinde Waldsee – Otterstadt ist mit den Kooperationsgemeinden Limburgerhof, Mutterstadt und Neuhofen verbunden.
http://waldsee-otterstadt.evpfalz.de/

Ansprechpartner:
Andreas Buchholz, Pfarrer
Prot. Pfarramt Waldsee-Otterstadt
Adresse: Jahnstraße 2a, 67165 Waldsee
E-Mail: pfarramt.waldsee@evkirchepfalz.de
Telefon: 06236 51291

Sprechstunde in Otterstadt im Gemeindezentrum in der Huttenstraße 1:
Dienstags von 17:00–18:00 Uhr
Telefon: 06232 32200

Kurzer Einblick in die protestantische Otterstadter Kirchengeschichte:
Die Zahl der protestantischen Einwohner war durch die lange Zugehörigkeit Otterstadts zum katholischen St. Guido Stift bis ins 20. Jahrhundert gering. Erst nach dem zweiten Weltkrieg stieg sie durch den Zuzug von Flüchtlingen kontinuierlich an. Der Gottesdienst wurde behelfsmäßig in einem Schul- oder Sitzungssaal abgehalten. Dies änderte sich mit der Errichtung des Evangelischen Gemeindezentrums. Die Grundsteinlegung war am 23.09.1967, am 3. November 1968 fand die Einweihung statt. Gleichzeitig bezog der erste Kirchendiener und Prädikant Paul Dötschel  die integrierte Wohnung.

Zunächst gehörte die Otterstadter Kirchengemeinde zur Christus-Kirchengemeinde in Speyer-Nord, ab 1983 zusammen mit Waldsee zu Neuhofen. Mit Wolfgang Jockers bekam sie einen eigenen Pfarrer. 1993 wurde auf dem Gelände der Kirchengemeinde durch die Ortsgemeinde der Kindergarten „Arche Noah“ gebaut. Drei Jahre später bildete Otterstadt zusammen mit Waldsee eine eigenständige Kirchengemeinde. Im Jahr 2005 wurde das Gemeindezentrum renoviert und der Kirchenraum bekam eine neue Richtung mit angebauter Apsis.